Wir über uns

Einige Mitglieder des TV Rielasingen im Interview:

Grußwort des Vorstandes

mit 1500 Mitgliedern ist der TV Rielasingen der größte Verein in der Gemeinde.
Unsere gut ausgebildeten Trainer und Trainerinnen bieten ein breites Spektrum für Jung und Alt.
Vom Eltern-Kind-Turnen bis zur Seniorengymnastik können sie sich lebenslang bei uns fit halten.
Wir bieten:
Handball
Volleyball (nur Erwachsene)
Badminton (nur Erwachsene)
Leichtathletik, sowie Sportabzeichentraining
klassisches Turnen, sowie Kunstturnen im Wettkampfbetrieb.
Fitness und Gesundheit
Trendsport, Tanzen, Outdoortraining

Für jeden Geschmack und jedes Fitnesslevel finden Sie in der Abteilung Gymwelt mit Fitness und Gesundheit, sowie Athletiktraining und Trendsport viele verschiedene Möglichkeiten sich ganzheitlich zu bewegen oder richtig auszupowern. Unsere erfahrenen Trainer und Trainerinnen bilden sich stetig weiter, um auf hohem Niveau für Sie das Programm zu gestalten.
Wir laden Sie herzlich ein, unsere Angebote zu testen. Besuchen Sie einfach eine Stunde und informieren Sie sich bei den Trainern.
Um unsere Vereinsbeiträge so moderat halten zu können, arbeiten all unsere 65 Trainer ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft in Ihrer Freizeit. Aus Überzeugung und Liebe zum Sport, für die Gesundheit und Ihr Wohlbefinden!

sportliche Grüße
Doris Weiler
1. Vorsitzende TV Rielasingen

Interview Barbara Schoch

Wie lange gehörst du dem Turnverein an und mit welcher sportlichen Aktivität hast du begonnen?

Im TVR bin ich seit 1964 Mitglied und habe geturnt und in Gruppen geholfen. Davor war ich im TV Radolfzell aktive Turnerin unter anderem auch

A – Lizenz Turnen allgemein 1973
B – Lizenz Gesundheit 1996
DTB – Rückenschulleiter 2000
Oberturnwartin seit 1979

Wenn du zurück denkst und den Turnverein von damals mit dem von heute vergleichst, gibt es bestimmt viele Unterschiede, welche sind für Dich am gravierendsten im positiven aber auch im negativen?

Mir hat der Turnverein (Radolfzell) eine schöne Kindheit und Jugend beschert mit kleinen + großen Turnfesten und vielen schönen Erlebnissen. Das wird in dieser Form heute nicht mehr möglich sein. Es gibt zu viele andere Dinge.

Turnverein ist nicht nur Turnen wie man sieht. Viele Trendsportarten sind heute ein fester Bestandteil im Verein wie z.b. Zumba, Tae Bo oder auch Tricking. Wie siehst du die Zukunft des Turnverein, wohin wird oder sollte er sich entwickeln?

Auch früher bestand Turnen nicht nur aus Turnen (Geräteturnen). Auch früher waren Leichtathletik, Gymnastik mit und ohne Handgeräte und Tanz Bestandteil des Turnens. Ich hoffe, dass der TVR auch in Zukunft ein Verein bleibt, den sich jeder leisten kann und der außerhalb kommerzieller Interessen steht und für neue Ideen stets ein offenes Ohr hat.

Feste, Turniere und Veranstaltungen gehören zu jedem Verein dazu. Am 24.11. steht die Turnschau an. Vielleicht kannst du kurz erzählen um was es dabei geht?

Unsere Turn- bzw. Vereinsschau zeigt ein bunten Querschnitt durch unser Vereinsleben. Kleine und Große zeigen ihr Können. Thema „Jetzt schlägts 13“

In Rielasingen gibt es viele Firmen und Geschäfte. Was hält’s du von der Idee einen Firmencup zu veranstalten mit ein paar lustigen aber auch sportlichen Wettkämpfen?

Prima Idee !!!!

Kinder sind ein großer Bestandteil vom Verein und es gibt sehr viele Angebote für groß und klein. Ist es schwierig im Zeitalter von Computer und PlayStation Kinder für den Sport im Verein zu begeistern?

Unsere Kinderangebote sind sehr gut besucht, sodass es uns zur Zeit wohl noch gelingt gegen Computer und PlayStation anzukommen. Größere Probleme werden uns in Zukunft die Ganztagesschulen machen.

Die Talwiesenhalle steht jetzt seid einiger Zeit für Training und Wettkämpfe zur Verfügung. Kannst du uns in ein paar Worten erklären was diese Halle für den Verein bedeutet?

Ich habe für diese Halle viele Jahre gekämpft, als Gemeinderätin und mit vielen Flohmärkten Geld gesammelt. Diese Halle bedeutet mehr Platz und auch Raum für neue Übungsangebote. Ich kenne jedoch auch noch die Zeit vor der Ten-Brink-Halle!! Da gab es nur eine Rosenegghalle.

Ausblick auf das Jahr 2014: Kannst du uns erzählen was für Highlights im nächsten Jahr anstehen?

Gaukinderturnfest in Rielasingen. Landesturnfest in Freiburg. Viele Wettkämpfe im leichtathletischen Bereich.

Du wirst als Oberturnwartin aufhören! Was wünscht du deinem Nachfolger oder Nachfolgerin und welche Tipps und Tricks gibt’s du Ihr oder Ihm mit auf den Weg?

Ich möchte aufhören nach über 34 Jahren, aber es hat noch keiner hier gerufen. Tipps hätte ich jede Menge, Tricks eher weniger. Eines ist jedoch wichtig: Der Verein muss einem wirklich am Herzen liegen.

Interview Kai Anderlik

Hallo Kai, erst einmal Gratulation zur Wahl als Sportler des Jahres im Nachwuchsbereich. Kannst du uns kurz erzählen was diese Auszeichnung für dich bedeutet?

Vielen Dank für die Glückwünsche!

Der Titel bedeutet mir sehr viel und ich fühle mich geehrt diesen Titel tragen zu dürfen. Der Titel lässt mich über mein vergangenes Jahr nachdenken, was ich alles erlebt habe und wie es verlaufen ist. Er ist für mich ein Ansporn für das kommende Jahr, wieder alles zu geben und mich zu verbessern, ich hoffe sehr, dass dieses Jahr ein verletzungsfreies und erfolgreiches Jahr wird.

Erfolge kommen nicht einfach von selbst, wieviel Zeit investierst du ins Training und was hast du im Jahr 2013 alles erreicht?

Früher hatte ich ganz normal drei Mal pro Woche Training über ein eineinhalb Stunden. Als ich mich für die deutschen Meisterschaften vorbereitet habe, trainierte ich bis zu fünf Mal pro Woche. Falls das Training ausfiel bin ich auch selbstständig joggen gegangen um mich fit zu halten. Ich bin letztes Jahr mehrfacher Bezirksmeister geworden, bin badischer Meister im Block Lauf (Weitsprung, 60m Hürden, Ballwurf, 100m Sprint und 800m) und habe den 8. Platz bei den deutschen Blockmeisterschaften in der Kategorie Lauf erzielt. Momentan habe ich normal vier Mal Training pro Woche, zur Zeit gehe ich auch noch ins Fitnessstudio und habe bis zu sechs Mal Training pro Woche.

Durch die Presse weiß man, dass du ein erfolgreicher Sportler bist. Vielleicht kannst du uns aber noch etwas mehr über dich erzählen, was du in deiner Freizeit so machst ( falls dafür noch Zeit ist ) oder welche Musik du so hörst?

In meiner Freizeit gehe ich auch gerne klettern und auch Snowboarden,  natürlich treffe ich mich auch regelmäßig mit meinen besten Freunden um was zu unternehmen.

Bei vielen Sportlern sieht man, dass sie vor dem Wettkampf sich mit Musik versuchen zu konzentrieren. Machst du das auch und gibt es da einen speziellen Song den du dir dann immer aufs Ohr legst?

Ja, das mach ich sogar sehr gerne, weil man einfach von seinem Umfeld nicht gestört wird und seine Disziplinen noch mal durchgehen kann, woran muss ich denken, was wurde abgesprochen, was muss ich anders machen,… Ich mache das aber auch sehr gerne um einfach mal abzuschalten und vielleicht mal nicht an eine Disziplin zu denken, um dann nicht zu aufgeregt zu sein, bevor eine Disziplin losgeht. Das macht jeder Sportler wie er es für richtig hält. Mit Songs ist es eigentlich ganz einfach, es sollten Lieder sein, die dir gute Laune machen, die man laut hören kann und sich dann zum Takt bewegt, dass sind die Richtigen. Ich höre viele verschiedene Lieder, entweder dass, was man heutzutage hört, die besten Hits oder einfach meine persönlichen Lieblingslieder!

2014 ist das Jahr der olympischen Winterspiele und der Fußball Weltmeisterschaft verfolgst du diese Großereignisse und gibt es da Teams oder Sportler denen du besonders die Daumen drückst?

Mit Fußball habe ich nicht viel am Hut, dafür interessiere ich mich recht wenig, jedoch Fieber ich immer gerne mit, wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt. Die olympischen Winterspielen verfolge ich sehr gerne, interessiere mich aber nicht für einen bestimmten Sportler, sondern wünsche allen deutschen Sportlern eine erfolgreiche und verletzungsfreie olympische Zeit.

Welche Ziele hast du Dir selbst für das Jahr 2014 gestellt?

Für das Jahr 2014 habe ich mir wieder das Ziel gesetzt, mich wieder für die deutschen Meisterschaften qualifizieren zu können um dort wieder teilzunehmen. Natürlich werde ich hoffentlich bei den badischen Meisterschaften einen Platz unter den ersten fünf erzielen.

Der Turnverein Rielasingen ist dein Heimatverein, kannst du uns erzählen wie lange du schon im Verein bist und was er Dir bedeutet?

Ich bin mit zwei Jahren in den TV eingetreten. War erst bei den Turnern und bin mit 9 Jahren zu den Leichtathleten gekommen. Ich nehme schon lange unter dem Namen TV Rielasingen an Wettkämpfen teil und es war mir immer eine Ehre dies zu dürfen, der Verein wird mir sehr fehlen, genau wie meine Vereinskollegen und meine Trainer, die mich all die Jahre ertragen mussten und mit mir mitgefiebert haben, die mich immer wieder aufgebaut haben, wenn etwas mal nicht geklappt hat und immer hilfsbereit hinter mir standen und dafür will ich mich auch noch mal bedanken!

Ich möchte mich im Namen der Turnvereins bedanken, dass du Dir für unsere Fragen Zeit genommen hast. Vielleicht hast du zum Schluss noch ein paar motivierende Worte für all die, die jetzt Lust bekommen sich selbst sportlich zu betätigen?

Für alle, die sich sportlich betätigen wollen, ihr könnt es nur machen, wenn ihr den Willen dazu habt und es natürlich auch Spaß macht. Ihr dürft nicht gleich aufgeben, wenn ihr eure Ziele nicht erreicht oder nicht zufrieden mit euch seid, ihr müsst immer weiter kämpfen, bis ihr das schafft, was ihr wollt! Ihr müsst auch viel Zeit investieren um eure Ziele zu erreichen, damit es klappt und wenn ihr es geschafft habt und am Ziel seid, macht weiter, setzt euch neue Ziele und erreicht sie!

Vielen Dank für das Interview!

Interview mit Frank Ott

Hallo Frank, kannst du uns kurz erzählen wie lange du schon Mitglied im TVR bist?

Weiss ich nicht so genau, vermutlich seit 1990.

Du bist im letzten Jahr den Jakobsweg gelaufen! Uns würde interessieren wie lange du unterwegs gewesen bist, welche Route du genommen hast und wieviel Kilometer du insgesamt zurückgelegt hast?

Ich bin 2 Monate unterwegs gewesen und habe insgesamt 2450km zurückgelegt. Davon war ich 1700km mit dem Fahrrad unterwegs, 750km zu Fuss.
Die Radtour hat mich von Allensbach über Singen nach Waldshut, von dort das Aartal hoch über Solothurn, Bieler See, Neuchateller See und Genfer See nach Genf und von dort nach Frankreich geführt. In Frankreich bin ich dann auf dem Jakobsweg gefahren, die sich Via Gebennensis (Genf bis Le Puy-en-Velay), und dann Via Podiensis bis nach Saint-Jean-Pied-de-Port nennt. Diese Route entspricht im grossen und ganzen dem Fernwanderweg GR65 und ist super ausgeschildert. Nach Saint-Jean-Pied-de-Port überquerte ich die Pyrenäen und befand mich dann auf dem spanischen Hauptweg Camino Frances. Nach 1700km und 17 Tagen, 166km nach der Grenze im spanischen Logrono habe ich das Rad gegen meine Wanderstiefel getauscht und bin 633km bis nach Santiago de Compostella gelaufen, wo ich am 15. September 2013 meine Compostella (Pilgerurkunde) in Empfang nehmen konnte. Nach ein paar Ruhetagen und weiteren 3 Tagesettapen und ca 95km  erreichte ich schliesslich am 21. September das Ende der (mittelalterlichen) Welt: Finstere am Atlantik.

Was hat dich bewogen diese Reise anzugehen und jetzt wo du wieder hier bist und einige Zeit ins Land gegangen ist würdest du aus den selben Gründen wieder diese Reise antreten?

Jeder Reisende, ob Pilger oder nicht hat seine eigenen Beweggründe, die ihn unterwegs begleiten. Für mich war es das erste Mal in meinem Leben zwei Monate auf mich selbst gestellt diese Zeit zu organisieren und zu meistern. Es war für mich ein ganz besonderes Gefühl mich vom ersten Tag an bis zum Atlantik immer weiter von zu Hause zu entfernen und die ganzen knapp 2500 km aus eigener Kraft zurück gelegt zu haben.
Ich denke jede Reise hat ihre eigene Motivation, bei der die Erfahrungen der vorhergehenden Reise mit ein gehen.

Auf so einer Tour braucht man die richtige Ausrüstung. Was hast du denn alles mitgenommen,wie schwer war deine gesamte Ausrüstung und welche Dinge hast du auf diese Reise vermisst?

Es ist wirklich schwer am Anfang abschätzen zu können was wirklich wichtig ist und auf was verzichtet werden kann. Ich hatte grosses Wetterglück und für diese Zeit offensichtlich auch die passende Ausrüstung, Kleidung etc mit dabei. Richtig ist sicherlich „Weniger ist besser“, aber immer unter der Berücksichtigung wo es hingeht und was man vorhat. Im Grunde kommt man aus mit 3 mal Unterwäsche, Socken, Hemden, Zipp-bare Hose, leichter Pulli, Regenjacke, gutes Schuhwerk je nach Jahreszeit. Ich habe einen Knirps (Schirm) mit dabei, den ich allerdings nur ca 3-4 Stunden gebraucht habe.

Wenn du deine Reise nochmal Revue passieren lässt, an welchen Moment hast du besonders schöne Erinnerungen ?

Diese Momente habe ich in meinen Reiseberichten festgehalten. Es waren immer die Momente bei denen man sich von fremden Menschen angenommen und respektiert fühlt ohne dass man selber etwas besonderes machen muss. Wahrscheinlich ist es das was man selber ausstrahlt und entsprechend zurück bekommt.

Wanderungen werden sind jetzt ein Bestandteil der Angebote des TVR. Im letzten Jahr bist du selber bei unserer ersten Tour ( Hegauwanderung ) mitgelaufen. Wie findest du es das wir jetzt regelmäßig Touren anbieten und gibt es von deiner Seite Vorschläge die wir vielleicht mit einbringen können?

Ich bin erst in den letzten 5-6 Jahren wieder zum Wandern gekommen – liegt wohl an meinem Alter. Ich begrüsse das neue Angebot des TVR Wanderungen anzubieten. Ich kann diese Vorschläge http://www.hegauguide.de empfehlen, von denen ich einige schon gewandert bin.

Viele Menschen haben im Leben ( aufs wandern bezogen ) zielen. Einige wollen einmal auf dem Kilimandscharo stehen andere die Einsamkeit der Wüste erleben oder andere gehen auf pilgertour. Gibt es für dich hoch etwas wo du sagst das möchte ich unbedingt noch machen?

Jakobsweg, Wüstenwanderung, Alpencross mit dem Mountainbike habe ich schon gemacht. Über 99% der Welt habe ich noch nicht gesehen – ich habe also noch jede Menge zu entdecken – und meistens werde ich dann Ausländer sein. Südamerika, Australien, Schottland, Iceland, Indonesien, Indien … also jede Menge Ziele liegen noch vor mir.

Vielen Dank das du Dir die Zeit genommen hast für unsere Fragen. Kannst du denjenigen die jetzt Lust aufs wandern haben noch etwas mit auf den Weg geben?

Es würde mich freuen, wenn ich den einen oder anderen neugierig gemacht habe. Die grösste Überwindung ist wie so oft im Leben den ersten Schritt zu tun, damit meine ich den Schritt, der in eine neue Richtung geht und neue Horizonte erschliessen lässt, also Dinge die man noch nie gemacht hat. Mir hat auf dem Jakobsweg meine innere Einstellung sehr geholfen, dass es gut wird, was immer auch kommt – und ich am Abend eine gute Bleibe für die Nacht finde – damit bin ich gut gefahren und habe dadurch aussergewöhnliche Begegnungen gehabt. Ein Vorteil war sicher, dass ich alleine und somit unabhängig unterwegs war.